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ne-na.de/Die Krise als Chance für einen Neustart der Wirtschaft - Fordistische Geschäftsprinzip hat ausgedient

DJ ne-na.de/Die Krise als Chance für einen Neustart der Wirtschaft - Fordistische Geschäftsprinzip hat ausgedient

ne-na.de/Die Krise als Chance für einen Neustart der Wirtschaft - 
Fordistische Geschäftsprinzip hat ausgedient 
 
Frauenfeld (Schweiz)/München, 31. Dezember 2008 - Die herannahende Rezession 
blockiert das stark vernetzte Wirtschaftssystem in weiten Teilen. Nicht nur 
die Finanzströme stocken, auch die gesamten Warenströme fließen nicht mehr 
reibungslos. Man legt Produktionen still und kann Mitarbeiter gar nicht oder 
nur teilweise auslasten. Diese Denkpause sollten Firmen nutzen, um vom 
kurzfristigen und reaktiven in ein strategisches Handeln umzuschwenken, so 
der Ratschlag des Schweizer Systemarchitekten Bruno Weisshaupt 
http://www.origonet.ch. ,,Statt lediglich unbefriedigende Entwicklungsstände 
bei den aktuell am Markt angebotenen Produkten zu korrigieren, zu reparieren 
oder marginal zu verbessern, muss fundamental umgedacht werden. Jedes 
Unternehmen, das jetzt diese Zeit nicht für die eigene Rollenfindung nutzt, 
gerät bald in Rückstand. Die in dieser Situation gefragte Fähigkeit, mit 
disruptiven Innovationen aus dem intimen Verständnis des Marktes heraus zu 
handeln, wurde in den vergangenen Jahren sträflich vernachlässigt", beklagt 
Weisshaupt. Das vor allen Dingen die Autoindustrie von der Finanzkrise so 
gebeutelt wird, sei kein Wunder. ,,Das hängt nicht nur mit dem 
Konjunkturzyklus zusammen, sondern auch mit der Produktpolitik. Es ist doch 
sehr auffällig, dass in der Automobilindustrie technologisch schon lange 
kein großer Sprung nach vorne gelungen ist. Im Grunde fahren wir schon seit 
hundert Jahren mit den gleichen, wenn auch optimierten Vehikeln herum", sagt 
Weisshaupt. 
 
Der Finanzcrash beschleunige nur die Tatsache, dass man am Ende des 
natürlichen Entwicklungszyklus angekommen sei. Mit einer linearen 
Weiterentwicklung der Produkte komme man nicht weiter. Überlieferte Lösungen 
seien geprägt von aufgeblähten Funktionen und überbordender Technik. So 
sieht das auch Alexander Horn, Autor der Frankfurter Zeitschrift Novo 
http://www.novo-argumente.com: ,,Die gegenwärtigen Absatzprobleme der 
Automobilhersteller resultieren nicht aus der Not der am Abgrund stehenden 
Finanzwirtschaft - beide Krisen haben vielmehr die gleichen Wurzeln. Die 
Lösung kann nur darin liegen, dass wieder Autos gebaut werden, die die 
Kundschaft auch ohne nachgeworfenes Geld haben will". 
 
Weisshaupt fordert neue Systeme und Geschäftsmodelle, um das 
On-Demand-Verhalten der Menschen zu unterstützen und ihnen die Technik 
unauffällig zur Verfügung zu stellen. ,,Urbanität, Identität, Mobilität, 
Interaktion, Integration, Individualität, Automatisierung sind die 
zukunftsfähigen Infrastrukturen und die Basis für jede Systeminnovation." 
Produkte, die man irgendwo auf der Welt als Module herstellt, würden zu 
Gunsten von Applikationen an Marktbedeutung verlieren. Worauf es ankomme, 
sei die Konfiguration. ,,Zwar wird die bessere Technologie auch in Zukunft 
ein wesentlicher Grundstein für den Erfolg einer neuen Anwendung sein. Wer 
würde bezweifeln, dass man mit der Entwicklung einer funktionierenden 
Brennstoffzelle nicht gute Geschäfte machen kann. Der Erfolg am Markt wird 
aber nicht an der Technologie hängen, sondern an ihrer kundenorientierten 
Umsetzung", sagt Weisshaupt. Wer sich auf die Produktion der Basisprodukte 
konzentriere, werde das Ausscheidungsrennen gegen Länder wie China oder 
Indien nicht gewinnen. ,,Im täglichen Geschäft verlieren das fordistische 
Geschäft und das tayloristische Prinzip längst an Bedeutung, was beileibe 
nicht nur für die Internetwirtschaft gilt", schreibt Zeit-Redakteur Götz 
Hamann in einem Beitrag für das Buch ,,Die Kunst, loszulassen - Enterprise 
2.0" (Rhombos-Verlag) http://www.diekunstloszulassen.de. 
 
Wer sich aber die Strukturen von Konzernen und straff organisierter 
Mittelständler anschaue, werde erkennen, dass das Erbe von Ford und Taylor 
noch sehr lebendig sei: Vertrieb, Marketing, Entwicklung, Produktion, 
Buchhaltung, Innenverwaltung, IT-Abteilung - und natürlich der Vorstand. Die 
meisten Unternehmen würden aus Schubladen bestehen und wer in einer von 
ihnen stecke, habe in den anderen meist nichts zu suchen. ,,Die traditionelle 
Arbeitsteilung gilt noch immer als sicherste Form der Herrschaftsausübung 
und als wirkungsvollste Methode, um eine Organisation zu kontrollieren", 
bemängelt Hamann. 
 
Andreas Rebetzky, Vorstandsmitglied des cioforums http://www.cioforum.de, 
verweist auf ein Zitat von Schiller: ,,Nur vom Nutzen wird die Welt regiert". 
So müsse ein IT-Chef aus seiner verträumten Technikecke rauskriechen und 
sich als Gestalter und nicht als Verwalter im Unternehmen profilieren. ,,Das 
tradierte Wissen aus dem vergangenen Jahrhundert sitzt oft starr in den 
Köpfen der IT-Entscheider. Hier erwarte ich Impulse von der jungen 
Generation, die als Digital Natives auch die Berufswelt umpflügen werden", 
prognostiziert Rebetzky, Director Global Information der Firma Bizerba, die 
Systemlösungen der Wäge-, Informations- und Food-Servicetechnik anbietet. 
Mit der gegenwärtigen Sparhysterie werde die Wettbewerbsfähigkeit vieler 
Firmen eher negativ beeinflusst. ,,Es sollte mehr investiert werden in 
wirkliche Prozessinnovationen", fordert der IT-Interessenvertreter des 
cioforums. Eine Meldung vom medienbüro.sohn. Für den Inhalt ist das 
medienbüro.sohn verantwortlich. 
 
 

(END) Dow Jones Newswires

December 31, 2008 10:43 ET (15:43 GMT)

© 2008 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

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